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Systemische Therapie und Beratung: Phasisches Modell

Weiterbildung 2017 - 2019
München

Leitung : Dr. Carole Gammer und Weiterbildungsteam 


Seminar 1
Dozentin: Carole Gammer

Theoretische Grundlagen der systemischen Therapie:
Das Phasische Modell der Systemtherapie
Historische Entwicklung und systemische Schulen; Systemdiagnostik, Kommunikationstheorie; Grundhaltung; Prozessorientierung; Bedeutung des Symptoms; Beobachtung und Analyse nonverbaler und verbaler Prozessmuster; Einbeziehung von gesellschaftlichen, sozialen und institutionellen Kontexten; Klärung von Auftrag; Genogramme.

Seminar 2  •  22. - 24. Juni 2017
Dozentin: Carole Gammer

Erstgespräche und die folgenden Sitzungen
Formulieren von Zielen; Gesprächsführung, Etablieren des therapeutischen Systems, Vertrag; Förderung der systemeigenen Ressourcen. Arbeit mit Subsystemen; Reflexion der Rolle als TherapeutIn/BeraterIn und des Arbeitskontextes.Interventionen: Lösungsorientierte Techniken, Dramatisierung, zirkuläre Fragen, Hausaufgabenverschreibung.

Seminar 3  •  10. - 12. November 2017
Dozentin: Carole Gammer

Familien mit Kleinkindern und Kindern im Schulalter
Klinische Implikationen von Entwicklungspsychologie und Forschung für diese Lebensspanne (z.B. microanalytische Forschung und Bindungstheorie); Maltechniken im familientherapeutischen Kontext; Behandlung von typischen Problemen von Klein- und Vorschulkindern; Behandlung von typischen Problemen von Kindern im Schulalter (z.B. Störung des Sozialverhaltens, Schulprobleme, ADHS, Aggression).

Seminar 4  •  02. - 04. März 2018
Dozenten: Jürgen Wolf, Sigrid Stiemert-Strecker

Familien mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Entwicklungspsychologische und entwicklungspsychopathologische Besonderheiten des Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Auftragsdiskrepanzen zwischen Eltern und Jugendlichen; Fragetechniken, Externalisierung, Arbeit mit Metaphern und Symbolen; Geschwisterbeziehungen; Beratung von Familien mit spezifischen Störungen beim Jugendlichen und jungen Erwachsenen (z.B. Störungen des Sozialverhaltens, Selbsverletzung, Essstörungen, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Online Sucht, psychische Episoden).

Seminar 5  •  28. - 30. Juni 2018
Dozentin: Carole Gammer

Trennung – Scheidung – Todesfälle
Die Begleitung von Familien und Paaren in existenziellen Krisen ist eine beraterische Herausforderung. Es bedarf sowohl spezieller Herangehensweisen für das Konfliktmanagement als auch fachlicher Handlungskompetenzen, um mit Verletzungen, Verlust, Wut und Trauer umgehen zu können. Themen: Berücksichtigung des biographischen Hintergrundes, Situation und jeweilige Entwicklungsphase der betroffenen Kinder und deren Entlastung, Umgang mit Ambivalenz, Vorgehensweisen der Mediation und Abgrenzung zur Beratung, Veränderung von Selbst- und Lebenskonzepten, Trennung von Paar- und Elternebene, ressourcen- und lösungsorientierte Ansätze, Perspektivenwechsel, systemische Trauerbegleitung und Resilienzförderung.

Seminar 6  •  18. - 20. Oktober 2018
Dozenten: Carole Gammer und Team 

Systemische Therapie im Rahmen von Einzel- und Gruppenpsychotherapie
- Familientherapie ohne Familie In den verschiedenen Therapiephasen: Symptomklärung, Anamnese, Verhaltensanalyse/Psychodynamik, Therapieplanung - Einbeziehung des relevanten sozialen Systems Indikation für Familien/Paargespräch, Vorbereitung, Durchführung, typische Probleme, hilfreiche Techniken.
- Systemische Strategien u. Interventionen bei verschiedenen Störungen Neurotische Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychotische Erkrankungen.

Seminar 7  •  06. - 09. Dezember 2018
Dozentin: Carole Gammer

Paartherapie: Praktische Fertigkeiten
Arbeiten mit Paaren in den Bereichen: Bindung und Verbindlichkeit, Vertrauen, gegenseitige Unterstützung in Krisenzeiten, Wertschätzung, Vereinbarung über die Grenzen der Beziehung, Umgang mit Gefühlen, gegenseitiger Respekt für die Individualität des Anderen, Konfliktlösung und konstruktiver Umgang mit Ärger. Wechsel zwischen systemisch-interaktionellem und einzel-intrapsychischem Arbeiten. Wie die/der TherapeutIn/BeraterIn eigene Kompetenz entwickeln, ihre/seine persönlichen Gefühle im Umgang mit zentralen Themen der Partnerintimität erkennen, verstehen und für den Prozess im Klientensystem nutzbar machen kann.
Die LebenspartnerInnen der TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, an den Seminaren 7 und 8 kostenlos teilzunehmen, um eine Integration der beruflichen und persönlichen Entwicklungsprozesse gewährleisten zu können.


Seminar 8  •  04. - 07. April 2019
Dozentin: Carole Gammer

Paartherapie: Intimität und Sexualität
Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster, Rollen und Mythen; Individuelle und gemeinsame Sexualbiographie; Außenbeziehungen und Eifersucht. Fokus auf Differenz des erotischen Begehrens der Partner. Entwicklung der beiden unterschiedlichen erotischen Profile. Langzeitpartnerschaften: Positive entwicklungsfördernde Bindung; Erhaltung und Wiederbelebung der Lust und erotischen Spannung; Entwicklung differenzierter und realistischer Selbst- und Partnerwahrnehmung in der Paarbeziehung.

Seminar 9  •  26. - 29. Juni 2019
Dozentin: Carole Gammer

Systemische Behandlung von Gewalt, Sucht und sexueller Ausbeutung in Familien
Evaluation und Umgang mit aktueller Gewalt in der Familie, zwischen Partnern und/oder Eltern und Kindern; Sucht; Koordination und Kooperation des Helfersystems; sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Eltern und/oder Geschwister; Folgen der sexuellen Ausbeutung auf die Beziehungsfähigkeit und Behandlungsmöglichkeiten derselben; spezielle Probleme bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Institutionen (Heimen, Pflegefamilien, Psych. Kliniken); Vorsorge für die therapeutische Arbeit, Fragen der Indikation von gemeinsamer Behandlung von Kindern und Erwachsenen.

Seminar 10  •  24. - 26. Oktober 2019
Dozentin: Eva Rittel

Traumaorientiere systemische Therapie und Beratung
Allgemeine Grundlagen und Konzepte der Psychotraumatologie; Neurophysiologie der Stress- und Traumaverarbeitung; Trauma und Bindung; Formen familiärer Traumatisierung; Traumatischer Stress in der Familie; Besonderheiten in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen; entwicklungspsychologische Aspekte; systemische Trauma-Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien: Grundhaltung, Gesprächsführung, Psychoedukation, Methoden zur Stabilisierung und Ressourcenaktivierung, Unterstützung zur Trauma-Bewältigung und -Verarbeitung; Trauma, Flucht und Migration: Kinder, Jugendliche und Familien mit Fluchtgeschichte; kultursensibler Umgang mit Traumafolgen; Selbstfürsorge der HelferInnen.

Seminar 11  •  12. - 14. Dezember 2019
Dozentin: Carole Gammer

Familientherapie mit Herkunftsfamilie
Familienarbeit mit erwachsenen Klienten, ihren Eltern und Geschwistern, Interventionsmöglichkeiten für einen Neubeginn in den Beziehungsmustern; Mehrgenerationenperspektive, Bedeutung der verschiedenen Generationen füreinander, Techniken für die Exploration mehrgenerationaler Systemprozesse.

Die Selbsterfahrung
Dozent: Martin Schmidt

Systemische Selbsterfahrung im Kontext von Ursprungsfamilie, aktueller Lebens- und Berufssituation. Die Selbsterfahrung umfasst 150 UE. (3 Wochenenden von 3 Tagen (120 UE) und 30 UE Selbsterfahrung während der Seminare.)

Supervision
Die Gruppensupervision ist ein wichtiger Lernfaktor der Weiterbildung. Dort werden die praktischen Erfahrungen reflektiert, die theoretischen Inhalte integriert und der eigene Stil aufgebaut und geformt. Die TeilnehmerInnen stellen ihre praktische Arbeit im Rahmen von Falldarstellungen, Videoaufnahmen und Live-Supervisionen vor. Die Supervision umfasst 160 UE in 20 Supervisionstagen und wird von SupervisorInnen geleitet, die vom DGSF anerkannt sind.

Intervisionsgruppen
Die Intervisionsgruppen setzen sich aus je drei bis fünf TeilnehmerInnen zusammen. Sie treffen sich insgesamt zu 100 UE. In den Kleingruppen werden Techniken geübt und begleitende Literatur studiert und diskutiert. Dies geschieht ohne SupervisorIn.

Therapeutische Praxis/Beratungspraxis
1.  Die WeiterbildungsteilnehmerIn führt bis spätestens zwei Jahre nach Beendigung der Weiterbildung mindestens
    200 Therapie- bzw. Beratungsstunden unter begleitender Supervision durch.

2.  Die TeilnehmerIn weist vier ausführlich dokumentierte abgeschlossene therapeutische bzw. Beratungsprozesse
    nach, von denen einer mindestens 10 Sitzungen umfasst.