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München, 2015 - 2017

WEITERBILDUNG IN SYSTEMISCHER SUPERVISION
UND ORGANISATIONSBERATUNG



1.  Theorie und Methodik
     
Seminare mit Kernteam
: Carole Gammer, Ludwig Grünwald, Stefan Näther,
                                                  Eva Rittel, Martin Schmidt, Sigrid Stiemert-Strecker, Jürgen Wolf
Leitung: Dr. Carole Gammer



Seminar 1:
Systemische Grundlagen der Fallsupervision
Dozentin: Carole Gammer
• Systemische Modelle für die Beschreibung und Erklärung von Prozessen
• Abklärung eines Supervisionsvertrages (Rahmenbedingungen, Ziele, Zeiten, Honorare)
• Aufträge: Offene und verdeckte Verträge
• Verschiedene Methoden und Techniken (z.B. bei Skulpturen, Metaphorische Techniken, Dramatisierung, Externalisierung, Rituale, Fragen/Techniken)
• Lösungsorientierte Fallsupervision
• Dynamik und Strukturen in Supervisionsgruppen
• Erfassung und Steuerung von Gruppenprozessen
• Supervision anhand von „Live"-Supervision, Videoaufnahmen

Seminar 2:
Systemische Grundlagen der Teamsupervision
Dozentin: Carole Gammer
• Die Rolle des/r SupervisorIn in einem Team
• Teamprozesse und Teamentwicklung
• Externe SupervisorInnen im Vergleich zu internen SupervisorInnen
• Explizite und implizite Regeln im Team
• Berufsethische und rechtliche Aspekte
• Kreative Techniken füt Intervention
• Prozessbeobachtung und Wertschätzung
• Leitungsupervision und Leitung

Seminar 3:
Fall- und Teamsupervision in psychosozialen Einrichtungen mit Schwerpunkt auf Beratungsstellen, multiprofessionnellen Teams in der Jugendhilfe und teilstationären Einrichtungen.
Dozenten: Sigrid Stiemert-Strecker, Eva Rittel, Carole Gammer, Jürgen Wolf
• Trägerspezifika
• Kontaktaufnahme und Contracting
• Rahmenbedingungen und Verträge
• Teamanamnese und Hypothesenbildung
• Leitungscoaching
• Darstellungsverfahren
• Forderung der Teamkompetenz
• Konflitklösungsstrategien

Seminar 4:
Fallsupervision in Paar- und Familientherapie
Dozent: Martin Schmidt
• Stand der Entwicklung der Systemtheorien und deren Anwendungen im Kontext der Fallsupervision
• Forschungsergebnisse zur Entwicklung der Therapeutenpersönlichkeit
• Stand der Forschung zur Prozessgestalt von Paar- und Familien- therapien
• „Persönliche" Veränderungstheorien und Therapeuten
• Fallsupervision im Individual – und Gruppenkontext
• Phasen einer Fallsupervision: Struktur und Prozess von Fallsupervisionen
• Systemische Haltungen (z.B. Hypothesenbildung, Zirkularität, Neutralität in der Fallsupervision)
• Systemische Techniken der Fallsupervision
• Systemisches Feedback im Prozess der Fallsupervision
• Schwierige Situationen in der Fallsupervision


Seminar 5: Konfliktmanagement
Dozentin: Carole Gammer
• Theoretische Grundlagen
• Forschung über Konflikt und Wert
• Konfliktdiagnose
• Eskalationsstufen
• Mediation als deeskalierend
• Heiße und kalte Konflikte und die entsprechenden Reaktionen
• Strategien der Konfliktlösung und Kriseninterventionen unter Berücksichtigung von verschiedenen Organisationskulturen


Seminar 6: Fallsupervision im Ehrenamtlichen, Betroffener und Selbsthilfe sowie in Einrichtungen der Kreisenhelfer
Dozenten: Sigrid Stiemert-Strecker, Eva Rittel, Jürgen Wolf

• Teamzusammensetzung und Umgang mit großer Diversität der TeilnehmerInnen

• Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene

• Umgang mit Grenzen und Betroffenheit sowie sekundärer Traumatisierung

• (Selbst-)Fürsorge, Wertschätzung und Psychohygiene

• Fortbildungselemente in der Supervision

• Kinderschutz

• Fall- und Teamsupervision im Kontext von Trauma und Krisen-Fällen


Seminar 7: Fall- und Team-Supervision in klinischen Kontexten
Dozent: Ludwig Grünwald
Supervision von Teams in folgenden Arbeitsfeldern:
• Psychiatrische Kliniken
• Psychosomatische Kliniken
• Suchtkliniken
Ziel des Seminars ist, die Teilnehmer mit den Besonderheiten des medizinischen Arbeitsfeldes vertraut zu machen (Klientel, Hierarchie, Strukturen) und zu vermitteln, was bei diesem Kontext in den verschiedenen Supervisionsphasen zu beachten ist:
z.B.: Auftragsklärung (wer gibt welchen Auftrag, wie ist die Leitung in die Supervision einbezogen?)
z.B.: Fallsupervision (wann sollte Fall- in Teamsupervision umgewandelt werden? Wann Teamsupervision in Teamentwicklung?
        Was ist zu beachten bei Teamkonflikt?) Ist Feldkompetenz notwendig?
Diese u. ähnliche Themen werden an konkreten Fällen aus der Praxis dargestellt und in Rollenspielen für die Teilnehmer erlebbar, sodass auch in diesem Kontext Supervisionskompetenz entsteht.



Seminar 8:
Systemische Organisationsentwicklung

29. Juni - 01. Juli 2017
Dozent: Stefan Näther
• Grundlagen und Prinzipien der Organisationsentwicklung
• Prozesslandkarte: Analyse und Auftragsklärung
• Organisationsformen
• Schlüsselprozesse und Qualitätsmanagement
• Projekt- und Changemanagement
• Coaching bei Strategischer Führung
• Coaching in Hochzuverlässigkeitsorganisationen (HRO)
Anhand konkreter Fallbeispiele werden Aufträge zu den verschiedenen Themen bearbeitet. Es werden nützliche Werkzeuge vermittelt, die einen schnellen Einstieg in komplexe Systeme erleichtern und in der Praxis der Organisationsentwicklung angewendet werden können.


Selbsterfahrung
19. - 21. Oktober 2017
Dozentin: Carole Gammer


Seminar 9:
Abschlusskulturen und Abschlusskolloquium

14. - 16. Dezember 2017
Dozentin: Carole Gammer
Steuerung von komplexen Veränderungsprozessern in Organisation
Wie schließe ich Prozesse ab?
Unterschiedliche Abschiedskulturen
Auswertungskriterien – Modelle
Gemeinsame Reflektion über die persönliche und professionelle Entwicklung

2. Systemische Supervisionspraxis (100 UE)
Die TeilnehmerInnen führen während der Weiterbildung eigene Supervisionen von insgesamt mind. 100 UE durch, die durch die Lehrsupervision begleitet werden.


3. Systemische Lehrsupervision in Gruppen (104 UE)
Die Gruppen treffen sich 13 Unterrichtstagen (104 Lehr-einheiten) zu je 8 Unterrichtsstunden, aufgeteilt auf 2 verschiedenen SupervisorInnen.
1.    Teilnahme an 104 UE fortlaufend begleitender Lehrsupervision zu der systemischen Supervisionspraxis (aufgeteilt auf mind. 2 Prozesse mit
       mind. 2 verschiedenen SupervisorInnen).

2.    Während der Weiterbildung werden von dem/der TeilnehmerIn mindestens zwei Arbeitssitzungen von Supervisionen in der Weiterbildung
       oder in der Supervision vorgestellt.


4. Berufsfeldrelevante Selbstreflexion (50 UE)
Diese bezieht sich auf die aktuelle Berufs- und Lebens-situation.


5. Intervision in Kleingruppen (50 UE)
Die Struktur der Intervision ist den Kleingruppen überlassen.